Zahnerkrankungen
Auch Katzen leiden heutzutage immer mehr unter Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Meines Erachtens ist dabei sicher nicht unwesentlich, dass Katzen sich nicht mehr natürlich ernähren, sondern „fast food“ fressen. Die Mahlzeit muss nicht gekaut werden und enthält keine Knochen und Knorpel, die die Zähne blank halten.
Zahnfleischentzündungen können durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden. Neben Zahnerkrankungen wie z.B. FORL können auch Viren (FIV, FeLV,FCV) sowie eine CNI die Ursache sein. Bei manchen Rassen ist es auch genetisch bedingt.
Da Katzen Schmerzen gut verbergen können, fällt beim Fressen auf, dass die Katze
- manches Futter, vor allem kaltes, plötzlich meidet,
- gerne fressen möchte, aber dann doch nicht ans Futter geht,
- den Kopf schief hält,
- stark schmatzt / speichelt,
- mit der Pfote am Maul kratzt,
- mit den Zähnen klappert
Ein Blick ins Katzenmaul zeigt häufig eine mehr oder weniger starke Rötung bis hin zu Blutungen, angeschwollenes Zahnfleisch, meist auch Zahnstein und oft auch einen unangenehmen Geruch.
Dann sollte die Katze einem Tierarzt vorgestellt werden, wenn möglich am besten gleich einen Zahnspezialisten, der neben den üblichen Untersuchungen auch Dentalröntgen anbietet.
Denn immer häufiger wird bei Katzen FORL "feline odontoklastische resorptive Läsion" festgestellt. Dabei fehlen manchmal (Typ 2) die Entzündungsanzeichen völlig, denn bei dieser Krankheit greifen körpereigene Substanzen den Zahn von der Wurzel her an. FORL ist sehr schmerzhaft und kann nur durch Röntgen erkannt oder ausgeschlossen werden.
FORL ist nicht heilbar und die befallenen Zähne müssen entfernt werden. Meist sind schon etliche Zähne betroffen, wenn die Krankheit erkannt wird. Dazu hier der sehr informative Link zu einer Praxis für Zahnheilkunde https://tierarztpraxis-reuter.de/forl-bei-katzen-stand-2020/
FORL wird übrigens nicht durch die Ernährung verursacht, es sei denn, die Ägypter hätten ihre Katzen schon falsch ernährt, wie Katzenmumien zeigen.
Hat man eine Viruserkrankung und FORL ausgeschlossen, muss die Entzündung behandelt und der Zahnstein entfernt werden. Wartet man zulange kann die ZFE chronisch werden.
Bei einer Entzündung der Maulschleimhaut spricht man von Stomatis. Ausgelöst werden kann dies durch Bakterien, Viren als auch Pilze. Herpesviren z.B. sind ein Auslöser, der wohl jedem bekannt sein dürfte. Wenn die Immunabwehr geschädigt ist, kann auch ein eigentlich harmloser Erreger eine starke Entzündung auslösen - das kann ebenso genetisch bedingt sein wie durch einen Virusinfekt entstehen. Die Behandlung wird je nach Ursache unterschiedlich sein. Auch hier kann in vielen wenn auch nicht allen Fällen eine Heilung durch das Ziehen aller Backenzähne erreicht werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass auch alle Wurzelreste entfernt werden.
Ich kannte einige Maine Coon Besitzer, deren Tiere chronisch Zahnfleischentzündungen hatten. Beim ersten Anzeichen einer beginnenden Zahnfleischentzündungen hat sich die Gabe von Slippery Elm Bark (SEB) als hilfreich erwiesen. Mir sind einige Fälle bekannt, die damit über längere Zeit auch ohne tierärztliche Medikamente auskamen. Dadurch kamen die Katzen mit weniger Schmerzmitteln und Kortison aus, was auch den Organismus entlastet.
Um Zahnerkrankungen vorzubeugen, sollte man regelmässig die Zähne überprüfen lassen. Zahnstein sollte zeitnah entfernt werden. Zur Zahnpflege werden vom Handel diverse Möglichkeiten, die Zähne zu putzen angeboten. Das werden sich aber die wenigsten Katzen gefallen lassen. Als Zahnputzmittel ist immer noch rohes Fleisch am besten geeignet. Es müssen aber große Stücke sein, die wirklich zerkaut werden müssen und nicht einfach abgeschluckt werden können. Knorpelige Stücke z.B. Hühnerhälse sind besonders gut geeignet.
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