Jucken und Kratzen
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Jucken und Kratzen
Ständiges Kratzen belastet Katze und Besitzer
Katzen kratzen sich oft und gerne. Doch warum ist das so? Wir wollen dem hier auf den Grund gehen.
Normales Kratzen
Normales, kurzes Kratzen ist vollkommen normal. Genau wie beim Menschen können kurzzeitige Juckreize auf der Haut entstehen, derer sich die Katze durch Kratzen entledigen will. Diese Kratz Attacken hören bereits nach kurzer Zeit auf, d.h. sobald der Juckreiz zur Befriedigung der Katze verschwunden ist.
Katzen kratzen sich, wie wir Menschen, auch aus Verlegenheit. Dies wird Übersprungshandlung genannt. Wo wir Menschen uns bei Verlegenheit eine Haarsträhne aus dem Gesicht wischen, an die Nase tippen oder ein Kleidungsstück zu recht zupfen, verlegt sich der Stubentiger auf hektische Putzverhalten oder kurze Kratz Bewegungen. Dies passiert zum Beispiel in Konfliktsituationen, wenn die Katze eine Entscheidung zu treffen oder sie bei der Jagd versagt hat.
Kratzt sich die Katze länger oder öfter, als sie das normalerweise tut, dann ist allerdings eine hohe Aufmerksamkeit seitens des Tierhalters gefragt.
Übermäßiges Kratzen
Wenn die Katze nicht mehr aufhört, sich zu kratzen oder gar anzunagen, und/oder sogar ständig zuckt und sich prompt auch dann kratzt, dann sollte sie unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden. Das Kratzen ist dann im Normalfall ein Anzeiger, dass etwas mit dem Hautbild nicht stimmt. Vielfach wird auch übersehen, dass der Stubentiger sich kratzt, und zwar wenn er nicht die Krallen dazu benutzt, sondern sich an Gegenständen oder über den Boden „schubbern“. Auch hier versucht das Tier, einen Brenn- oder Juckreiz loszuwerden.
Ursachen
Die häufigsten Ursachen eines Juckreizes sind Parasiten. Läuse, Flöhe oder Milben belästigen die Katze und verursachen ein unangenehmes Gefühl auf der Haut, dem die Katze durch übertriebenes Kratzen Herr zu werden versucht. Meist entstehen im Zuge dieser Kratz Attacken aber auch sekundäre Verletzungen der Haut, dies sich entzünden können und so noch größere Probleme verursachen.
Auch hormonelle Störungen oder Allergien (Futter, Hausstaub, Pollen etc.) sowie innere Krankheiten können Auslöser von Hautproblemen sein. Und ist die Psyche der Katze nicht stabil oder das Tier ist großem Stress ausgesetzt, kann dies auch zu Kratz Attacken und den daraus resultierenden sekundären Erkrankungen führen. Verhaltensstörungen und deren Ursachen sind auch für einen versierten Tierarzt nicht einfach zu attestieren, da die Tiere meist erst dann vorgestellt werden, wenn als primäre Erkrankung die Hautprobleme festgestellt und erst diese behandelt werden.
Der Tierarzt kann jedoch im Vorfeld bereits durch Hautproben und das Anlegen von Pilzkulturen bestimmen, ob eine pysische Ursache für das Kratzen infrage kommt oder, wenn dem nicht so ist, ob die Psyche der Katze stabilisiert werden muss:
Behandlung
Hausmittelchen oder Abwarten sind keine guten Ratschläge. Der Tierarzt wird dem Stubentiger eine medikamentöse Behandlung verschreiben, die auf das jeweilige Problem zugeschnitten ist. Aber Achtung. Manche Therapien lösen das Problem nicht von einem Tag auf den anderen.
Der Katzenhalter und auch sein Tier brauchen einen langen Atem und viel Geduld, um der Fellnase wieder ein angenehmes Leben zu bereiten.
Das Fatale jedoch, kommt Janis aus dem Garten und kratzt sich, wird er von mir bereits mit Argusaugen betrachtet und was passiert? Richtig mich juckt es und sofort wird eine Runde synchron gekratzt.
Ich gebe zu, das ist etwas dick aufgetischt jedoch wohl wahr.
Der Juckreiz gehört zu den wenig erforschten Sinnesphänomenen des Menschen. Ich frage mich, wofür er gebraucht wird, vor allem in besagtem Zusammenhang.
hierher Paßt auch diese Krankheit , an der Nuri seit sie vom Tierschutz eingefangen wurde leidet .
Psychogene Leckalopezie der Katze
Die Psychogene Leckalopezie oder Feline bilateral-symmetrische selbstinduzierte Alopezie (FBSA) ist eine Verhaltensstörung bei Hauskatzen, die sich in einem krankhaft gesteigerten Putztrieb äußert und eine Hautentzündung (Dermatitis) mit Haarausfall (Alopezie) hervorruft. Sie ähnelt damit der Akralen Leckdermatitis der Hunde. Die Diagnose der Erkrankung muss durch eine gründliche Ausschlussdiagnostik abgesichert werden. Die Behandlung erfolgt durch eine Verhaltenstherapie und/oder Psychopharmaka.
Klinisches Bild
Die Psychogene Leckalopezie ist durch einen krankhaft übersteigerten Putztrieb gekennzeichnet. Hierdurch kommt es zur zunehmenden Verlust von Haaren, so dass lichte oder haarlose Stellen entstehen. Am häufigsten betroffen sind der Rücken, der Bauch und die Innenseiten der Hinterbeine. Die Körperpartien werden oft unregelmäßig oder halbseitig stärker beleckt. Bei genauerer Untersuchung mit einer Lupe, im Gegenlicht oder mittels Abtasten können im Regelfall die abgebrochenen Reste der eigentlich gesunden Haarschäfte nachgewiesen werden. Die Haut der kahlen Stellen ist zumeist unverändert oder zeigt leichte Entzündungszeichen. Je nach Rasse können Deck- und Unterfell unterschiedlich stark betroffen sein. Bei beginnender Störung oder leichteren Fällen bleibt oft ein lichter Flaum stehen. Bei sehr stark gesteigertem Putztrieb werden fast alle Haare weggeleckt und es kann durch die raue Katzenzunge zu Hautverletzungen mit Abschürfungen, Geschwüren oder runden rötlichen Effloreszenzen („eosinophile Plaques“) kommen. Durch die vermehrte Aufnahme von Haaren können Erbrechen von Haarbüscheln oder deren Abgang über den Kot auftreten. Die Haare am Rand der haarlosen Stellen erscheinen gesund und lassen sich nicht auszupfen.
Vorkommen
Die Psychogene Leckalopezie tritt bei Katzen aller Altersgruppen, Rassen und beider Geschlechter auf. Eine Häufung wird nach Noli und Scarampella bei Siam-, Burma- und Abessinierkatzen, nach Roosje und Willemse bei Siam-, Birma und Europäischer Kurzhaarkatze, nach Reinbacher und Panakova bei Orientalen beobachtet.
Ursachen
Als Hauptursache wird ein empfundener Verlust der Kontrolle über das eigene Territorium angesehen. Dies kann beispielsweise auftreten, wenn neue Personen oder Tiere in den Haushalt aufgenommen werden (oder ihn verlassen), ein Umzug erfolgte oder das Tier vorübergehend in einer anderen Umgebung gehalten (Katzenpension während eines Urlaubs) wurde. Auch andere Stress- und Konfliktsituationen kommen in Frage. Eine fehlende Versteck- und Rückzugsmöglichkeit innerhalb des eigenen Reviers bei empfundener Bedrohung (z. B. durch Besuch fremder Personen) oder ein Auslöser für den Jagdtrieb, der nicht befriedigt werden kann (z. B. ein Vogel im Käfig), kommen in Frage.
Diagnose
Die Diagnose ist schwierig und kann sicher nur durch Ausschluss aller anderen Ursachen von Haarausfall gestellt werden.
Zunächst sollten über ein Hautgeschabsel eine Demodikose und eine Trichoskopie und Pilzkultur eine Hautpilzerkrankung (Dermatophytose) ausgeschlossen werden, die allerdings auch gleichzeitig vorliegen kann. Darüber hinaus sind anderen Ursachen für einen Fellverlust, darunter alle mit Juckreiz einhergehenden Erkrankungen auszuschließen. Dazu zählen vor allem
allergische Erkrankungen (Futterallergie, Atopie, Flohallergie) und Parasitosen (Katzenfloh, Katzenhaarling, Cheyletiellose).
Darüber hinaus kommen einige weitere Erkrankungen in Betracht, bei denen aber im Regelfall keine Haarstümpfe nachweisbar sind. Das Paraneoplastische Syndrom tritt vor allem bei Adenokarzinomen der Bauchspeicheldrüse auf und äußert sich neben haarlosen Stellen auch in Erbrechen und Durchfall. Bei der Nebennierenüberfunktion ist die Haut zumeist sehr dünn und leicht verletzbar. Telogenes Effluvium und murale Follikulitis können bei Katzen einen primären Haarausfall auslösen. Die Alopecia areata ist eine seltene Autoimmunerkrankung mit von der gesunden Haut scharf abgegrenzten haarlosen Stellen. Auch die Zuckerkrankheit kann bei Katzen mitunter zu Haarlosigkeit führen. Bei älteren Katzen muss auch an ein Kutanes Lymphom oder eine Schilddrüsenüberfunktion gedacht werden.
Schließlich müssen Missempfindungen oder Schmerzen als Ursache für ein häufiges Belecken ausgeschlossen werden.
Therapie
Die Therapie wird durch einen auf Verhaltenstherapie spezialisierten Tierarzt abgestimmt. Dieser versucht, die Stressursache zu ermitteln und zu beseitigen. Ein Halskragen zur Unterbindung des Leckens wird von solchen Katzen nur selten toleriert.
Zur Therapie der Psychogenen Leckalopezie wurde auch verschiedene Psychopharmaka und Sedativa angewendet, die bis zur Normalisierung des Verhaltens gegeben und anschließend ausgeschlichen werden müssen. Erfolgreich wurden bislang Phenobarbital, Diazepam, Naloxan, Fluoxetin, Clomipramin, Amitriptylin und Haloperidol eingesetzt.
Die unbehandelte Störung führt zu vermehrtem Leiden der Tiere, Anfälligkeit für sekundäre Erkrankungen sowie gelegentlich zur Ausbildung anderer Symptome im Verhalten, sofern die Ursachen nicht erkannt und beseitigt werden.
Nuris Leidensweg ist lang , sie Putzt sich nicht nur normal ,nein sie leckt und beißt sich in schlimmen Zeiten bis auf die Haut ihr Fell am Rücken ab , aber nuuur dort ,rechts und links der Wirbelsäule
meine Dr.M. und die Tierklinik haben über Monate alle bekanntenAllergischen und schmerzbedingten Gründe ausschließen können ,….
darum bleibt nur die Diagnose
Psychogene Leckalopezie
über die Jahre die sie bei und ist haben sich die Leckanfälle zum Glück stark reduziert , solch kahle stellen hat sie nur noch sehr selten
Als wir sie damals in Lindau vom Tierheim holten hatte man sie Loreley genannt , erst später wurde mir klar das das auf ihr laufendes Putzen zurückzuführen war
hier ein Paar Bilder
so siehts aus wenn es schlimm ist 

inzwischen aber meist unauffällig 
und so Perfekt ist es momentan
Meine erste Katze Tigger rupfte sich das Fell büschelweise heraus, als Lilly als Kitten hier einzog. Tigger war ganz verzweifelt, weil Lilly so wild war.
Tigger bekam dann Royal Canin Calm als Futter (mit dem gleichen Inhaltsstoff wie Zylkene), und nach drei bis vier Wochen hörte sie gottseidank wieder damit auf. Sonst hätte sie wohl bald ähnlich wie Nuri auf den Bildern ausgesehen.
das ist toll, daß sich damals alles so wieder eingespielt hat Ingo , da hat sich Lilly vermutlich auch weiterentwickelt
Nuri bekam natürlich auch Zylkene, dazu noch einiges andere ,hat leider alles nichts geholfen
ich hab dann nach 2 Jahren alles abgesetzt , und es wurde dann über die Jahre immer besser
ich denk sie hatt den Schock vom Einfangen nie ganz überwunden , zumal sie zu der Zeit ja wohl noch Junge gesäugt hat
wie das geschehen konnte kann ich bis Heute nicht verstehe , das sieht man doch an den Zitzen ![]()
Sie bekam dann im Tierheim auch eine Zitzenentzündung ,deutlich auf dem ersten Bild im Tagebuch zu erkennen -
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