Bluthochdruck/ Hypertonie/ bei Katzen

20.01.2021 14:12
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Profi-Samtpfote

Bluthochdruck/ Hypertonie/ bei Katzen

Der Herzzyklus durchläuft 2 Phasen. Eine Pump- Phase (die Kontraktionsphase eines Hohlorgans (Systole) sowie eine Füllungsphase ( Entspannungsphase eines Hohlorgans (Diastole) Dementsprechend baut sich in den Gefäßen ein systolischer und ein diastolischer Druck auf.
Der höhere Druck entsteht, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt. Der niedrigere Druck ergibt sich, wenn das Herz sich wieder weitet, um sich erneut mit Blut zu füllen.

Wer ältere Katzen bei sich zu Hause leben lässt, sollte sie vorbeugend und regelmäßig beim Tierarzt auf typische Alterserscheinungen untersuchen lassen. Auch bei Katzen ist es nicht selten, dass in höherem Alter zu hoher Blutdruck festgestellt wird. Wie beim Menschen ist zu hoher Blutdruck ein großer Risikofaktor, der zu folgenschweren Nebenerkrankungen bis hin zum Tod führen kann. Da Hypertonie ohne tierärztliche Untersuchung nicht feststellbar ist, sondern erst die nachfolgenden Erkrankungen den kritischen Zustand einer Katze aufzeigt, ist eine regelmäßige Kontrolle seiner Senioren unbedingt notwendig.
Da Hypertonie durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden kann, sollte bei einer Verhaltensänderung unbedingt eine Untersuchung. Ein guter Tierarzt untersucht bei älteren Katze auch vor Operationen oder anderen Therapien den Blutdruck, um Nebenerkrankungen feststellen zu können und sowohl auf diese als auch auf den Blutdruck entsprechend reagieren zu können. Werte über 170/100 mmHg gelten bei einer Katze als zu hoch und muss behandelt werden.

Symptome

Bei übergewichtigen und älteren Katzen wird Bluthochdruck häufig festgestellt, daher ist besonders bei dickeren Tieren eine Überwachung dringend notwendig. Wer denkt, er hat einen gesunden Senioren zuhause, der sollte trotzdem auf Symptome wie Apathie, Appetitlosigkeit und Atemnot achten. Treten bei der Fellnase offensichtliche Sehschwierigkeiten auf, so kann nur ein Tierarzt feststellen, ob dieses Symptom auf einen eventuellen Bluthochdruck schließen lässt.


Schäden bei unbehandelter Hypertonie

Eine über längeren Zeitraum unbehandelte Hypertonie belastet den Organismus des Tieres aufs Äußerste. Das Herz wird immens beansprucht und kann dem Druck nicht mehr gerecht werden. Das Risiko der Schäden an Blutgefäßen ist sehr hoch, Blutungen können entstehen. Es können somit schwerwiegende Herzschäden auftreten, aber auch andere Organe wie Nieren und Augen können schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies kann bis zur totalen Blindheit oder sogar zum Tod führen.

Hypertonie als Begleitsymptom schwerwiegender Erkrankungen

Hier unterscheidet sich das Krankheitsbild der Katze von dem des Menschen. Während ein Mensch aus genetischen Gründen oder durch seine Lebensweise ein typischer Kandidat für Bluthochdruck ist, so kann bei Katzen auch eine Nierenerkrankung oder Diabetes und Schilddrüsenfehlfunktionen der Auslöser von Bluthochdruck sein.
Auch bei Tieren gilt eine gesunde Lebensweise als hilfreich, Hypertonie zu vermeiden, denn selbst im Tierreich haben übergewichtige Katzen eine größere Chance, an Bluthochdruck zu erkranken. Eine tiergerechte Fütterung mit hochwertigem Futter sowie genügend Auslauf und Beschäftigung können Diabetes mellitus vorbeugen.

Wie wird der Blutdruck gemessen?

Die meisten von uns kennen die Druckmanschetten, die um den Oberarm geschnallt und aufgepumpt wird, um den Blutstrom für Sekunden zu blockieren. Auch Katzen werden auf diese Weise untersucht, entweder am Schwanz oder an einem Vorderlauf. Die sichersten Resultate erhält man in einem ruhigen und bekannten Umfeld, also könnte es sinnvoll sein, den Tierarzt zu sich nach Hause zu bestellen. Im sterilen Umfeld einer Praxis mit unterschiedlichen Gerüchen und Geräuschen wird das Tier nervös und unruhig sein.

Medikamente gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck erfordert eine speziell auf den kleinen Liebling abgestimmte Therapie. Der Tierarzt behandelt in der Regel mit Amlodipin und ACE-Hemmern. Diese Kombination senkt sukzessive den Blutdruck und verhindert somit weitere Schäden an den Organen des Stubentigers.
Die Medikamente senken den Blutdruck, allerdings ist für eine positive Prognose eine rechtzeitige Diagnose unumgänglich.


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