Mein Bett ist da, wo ich bin

23.02.2023 16:36
#1
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Profi-Samtpfote

Katzen haben ihre Eigenheiten, das wissen wir ja alle bereits zur Genüge. Sie verschlafen zwei Drittel ihres Lebens und haben auch noch Spaß dabei. Ob der Dosenöffner die verschiedenen Schlaftypen genauso spaßig findet, sei dahin gestellt. Doch um ihn geht es hier ja auch nicht. Eigentlich geht es nie um ihn – finden die amtierenden Stubentiger- sprich die kleine Nuss.

Nachts ist eine schöne Zeit zum Spielen. So denkt die Katze und so bekommt es Herrchen auch zu spüren. Sie schläft kuschelig fein im Arm des Dosis ein und weckt ihn dann alle paar Minuten auf weniger angenehme Art und Weise. Wehe Dosi atmet, wehe er bewegt den dicken Onkel unter der Decke! Das schreit nach einer Herausforderung!
Sofort drauf, mit Zähnen und Krallen und vor allem viel Elan und Ausdauer. Besonders lustig wird es, wenn die Decke verrutscht ist und das blanke Ziel der Begierde warm und rosig vor den Krallen liegt – und sich auch noch unvorsichtigerweise vor den Augen des Stubentigers bewegt! Auch der Rückzug unter die Decke hilft jetzt nichts mehr, wackelnde Decken haben es der Katze angetan.
Auch nachts dürfen ausgiebige Liebesbeweise nicht zu kurz kommen. Es ist eigentlich vollkommen egal, ob Dosi schläft, die Dringlichkeit einer Schmuse Attacke wird durch nichts überboten. Besonders zu nachtschlafender Zeit bietet es sich ja an, den hilflos liegenden Menschen mit Zärtlichkeiten zu überschütten. Schmusen, Nase lecken und krallen bewehrtes Kneten der weicheren Regionen gehören ebenso dazu wie fordernde Kopfstöße, die erst aufhören, sobald Dosi reagiert und die Streicheleinheiten liefert, die er zu jeder Tages- und Nachtzeit vertraglich leisten muss.

Fellnasen, die ihren Dosi lieben, verstehen sich auch auf ihr Handwerk, wenn es darum geht, die absolute und wahre Nähe zu suchen. Egal ob Sommer oder Winter, der dicke Fellball liegt dicht gekuschelt am Körper des Dosis.
Besonders im Sommer ist diese Art der Zuwendung zumindest bei Dosi nicht so gern gesehen, verdoppelt und –dreifacht sich die Hitze in den wärmsten Monaten des Jahres durch den engen Körperkontakt mit dem Vierbeiner. Im Winter hingegen ist das Kampfkuscheln oft höchst erwünscht, da beide, Dosi und Katze, von der Körperwärme des jeweils anderen profitieren und so eine lebende Wärmeflasche ihr Eigen nennen können.

Wer sich denkt, ein King-Size-Bett würde genug Platz für zwei Zweibeiner und einen Vierbeiner hergeben, der ist absolut schief gewickelt. Zwei Kissen sind nicht genug, wenn die Fellnase das Bett als ihr Hoheitsgebiet auserkoren hat.
Entweder liegt sie auf einem der Kissen, möglichst in Mund- und Nasennähe des Dosis, um genügend weichen Platz und genügend Atemwärme abzubekommen, oder auch hinter dem Kopf, wobei sie sich wohlig in die Mähne des Zweibeiners vergräbt, daran kaut oder leckt. Ist das Kissen frecherweise von Dosi schwer beschützt und somit nicht zugänglich, weicht die Katze auch gerne auf andere Schlafplätze aus. Besonders begehrt ist hier der weiche Bauch, auf den sich das 3,5 kg-Ungetüm nach vielem Hin- und Hergewälze und –getrampel endlich niederlässt. Oder auch der Rücken sollte Dosi ein hingebungsvoller Bauchschläfer sein.
Ich kann euch sagen > beides führt bei Herrchen oder Frauchen zu akuten Rückenproblemen, was dem Siebenschläfer allerdings herzlich egal ist.

Ganz besonderen Wert legen Katzen auch darauf, zu sehen, ob es dem Dosi gut geht.

Nachts, während der angenehmsten und entspanntesten Nachtruhe, ist es für die aufmerksame Katze sehr suspekt, dass der Katzenkloreiniger und Futterknecht weder einen Ton von sich gibt noch sich bewegt. Über die Neugier der Katze ist schon viel geschrieben worden, und sie wäre kein typischer Vertreter dieser Spezies, wenn sie nicht umgehend die Vitalfunktionen ihres Untergebenen kontrollieren würde. Dabei spielt es keine Rolle, wie, sondern nur das Ergebnis zählt.
Tatzenhiebe, über den Bauch schlendern, anspringen, schnüffeln an der Menschennase oder zartes Kitzeln mit den Schnurrhaaren, all das kann den Dosenöffner schnell zu lustigen Äußerungen bringen, welche ein eindeutiges Ergebnis zeigen – er lebt und kann auch weiterhin Futter liefern!

Auch ausgedehnte Ausflüge an den Futternapf, auf die Fensterbank oder einfach zum Abklären der Lage in der Wohnung gehören zum nächtlichen Spiel dazu. Ausgangspunkt ist selbstverständlich der angenehme Schlafplatz nahe bei Dosi, und am spaßigsten ist es natürlich, die Abkürzung über Dosis Bauch zu nehmen. Besonders das Abspringen kann zu den lustigsten Äußerungen des Schlafenden führen, nämlich dann, wenn die Krallen nur ganz leicht ausgefahren sind. Katze braucht ja auch einen ordentlichen Absprung von der weichen und glatten Fläche des Bauches.

Wer eine Frühaufsteher-Katze hält, der sollte sich auch nicht wundern, jeden Morgen von sanft bis äußerst grob geweckt zu werden. Auch hier sind verschiedenste Techniken angesagt, von Nasenstübern bis zu ausgiebigen Leckorgien, Kopfstößen und Schmuse-Attacken hat die Katze alles drauf. Warum auch nicht, der Futterknecht hat ja auch frühmorgens seinen Pflichten nachzukommen. Der Fressnapf ist nur noch halb gefüllt – also leer – und muss umgehend wieder auf Normalfüllung gebracht werden. So beschlossen, so gemacht!

Also aufgepasst, besonders nachts können Katzen bestimmte Verhaltensregeln an den Tag legen, die vorher nicht bedacht wurden. Doch wer das Kleingedruckte im Katze/Mensch-Vertrag liest, der weiß schnell, wie der Hase läuft. Und weiß er´s nicht, so bringt es ihm der kleine Terrortiger schnell bei – wenn´s sein muss auch jede Nacht, bis es sitzt!

Haben wir noch den Hauch einer Chance oder sollte man kampflos aufgeben?

© beachten

Gruß
Christiane

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23.02.2023 19:17
avatar  drquinn
#2
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Quasselstrippe

Ich hab mich als Alphakatze meist durchgesetzt. Gizmo links, Tammy rechts, ich in der Mitte. Und immer aufpassen, dass Zickchen den Dicken in Ruhe lässt.

Anja.
Tammy und Gizmo, somewhere over the rainbow

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23.02.2023 19:47
#3
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Profi-Samtpfote


Da kann ich nur staunen und davon träumen.

Gruß
Christiane

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23.02.2023 21:29
avatar  drquinn
#4
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Quasselstrippe

Muss man nur konsequent von klein auf machen. 😁
Aber Zickchen hat sich durchgesetzt beim Schlafen auf meinem Arm. Da durfte ich mich nicht bewegen.

Anja.
Tammy und Gizmo, somewhere over the rainbow

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23.02.2023 23:08
avatar  Snoopy
#5
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Höchst erfahrene Katzenfachkraft

Früher eine Katz auf dem Kissen, eine auf den Füßen und eine auf dem Körper. Seit Kind wollten sie ihre Ruhe, kommt aber jetzt woeder

Sandra mit Luna, Frechdachs & Mickey
Snoopy und Yoshi für immer im Herzen

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24.02.2023 06:25
avatar  Heidi
#6
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Quasselstrippe

😂😂😂
Wie meine beiden die Nacht so erleben wissen die meisten von euch ja schon. Magnus liebt es inzwischen auf meinem Gesicht zu sitzen oder meine Haare zum spielen zu nutzen . Bijou findet es total lustig vom Schrank aufs Bett zu hüpfen und sie hört den Schrei von mir, der sie aber nicht stört😂 um spätestens Vier ist hier wecken angesagt weil die Zwei ja sonst verhungern. Ich hab’s aufgegeben und füge mich hab es satt zu kämpfen .


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24.02.2023 06:28
#7
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Profi-Samtpfote

Zitat von drquinn im Beitrag #4
Muss man nur konsequent von klein auf machen. 😁
.

Das habe ich wohl verpennt Janis kam jede Nacht und hat es sich mit seinen 6,3 kg auf meinen Beinen gemütlich gemacht.

Gruß
Christiane

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24.02.2023 10:57
avatar  Rosi
#8
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Höchst erfahrene Katzenfachkraft

Zitat von drquinn im Beitrag #4
Muss man nur konsequent von klein auf machen. ��

So ist es. Meine beiden waren ja gerade mal 8 1/2 Wochen als ich sie bekommen habe. Als die das erste Mal morgens um 4 auf meiner Bettdecke spielten, habe ich mich kurz aufgerichtet und gefaucht. Dann habe ich weiter geschlafen. Sie haben dann draußen weiter gespielt und das ist auch nie wieder vorgekommen. Es hat mich selbst gewundert, dass das so schnell ging. Vielleicht lag es daran, dass sie noch so jung waren, da saugen die Kitten ja quasi noch alles auf.
Später habe ich immer mal gesehen, dass sie wohl geschaut haben, ob ich schon wach war, weil da ein Spielzeug lag, aber gespielt haben sie außerhalb der Schlafstube.

Liebe Grüße Rosi


.............................Max 2000-2017..... Moritz 2000-2006...Tiger 1981-2000
Für immer in meinem Herzen

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24.02.2023 11:34
#9
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Profi-Samtpfote

Zitat von Heidi im Beitrag #6
Bijou findet es total lustig vom Schrank aufs Bett zu hüpfen

Autsch, das tut weh.

Gruß
Christiane

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24.02.2023 20:48
avatar  drquinn
#10
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Quasselstrippe

Rosi, du fauchst auch?

Das klappt so toll.

Anja.
Tammy und Gizmo, somewhere over the rainbow

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26.02.2023 05:45
avatar  Heidi
#11
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Quasselstrippe

Och da habt ihr Glück 😂 , fauchen würde aber vielleicht bei Bijou was bringen , aber Magnus? Die Zwei waren ja auch schon ein Jahr alt als die einzogen und da schon ziemlich schräg drauf. Bijou ist extrem sensibel und Magnus ist auf rabauke der ja eh nichts hört.


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26.02.2023 07:30
avatar  Anke
#12
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Höchst erfahrene Katzenfachkraft

Bei Mutzz hat damals Fauchen sehr gut funktioniert..obwohl er ja schon erwachsen war als er mich erwählt hat...Mein Nünni


2006-2021 Mutzz, Nünnibär, mein kleiner Freund und Begleiter für immer
Mira, liebstes Mirchen, meine kleine Feder.
Euer Platz ist in meinem Herz

Anton, Greta und der kleine Paul leben nun hier seit Oktober 2021und mischen die Bude auf .💕🐈‍⬛🐈‍⬛🐈


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26.02.2023 10:49
avatar  Rosi
#13
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Höchst erfahrene Katzenfachkraft

Ich denke, es hängt davon ab, wie gut Katzen sozialisiert sind. Katzen, die gut sozialisiert sind, verstehen dieses Signal und reagieren deshalb auch gut darauf. Kitten, die zu früh von der Mutter weg kamen oder Handaufzuchten sind, haben das meist gar nicht gelernt, weshalb es keine Bedeutung für sie hat.

Bei Magnus spielt sicher die Taubheit mit. Selbst wenn er die Geste vom sehen her kennt, haben wir wahrscheinlich recht wenig Ähnlichkeit mit einer fauchenden Katze, wenn wir das tun.

Liebe Grüße Rosi


.............................Max 2000-2017..... Moritz 2000-2006...Tiger 1981-2000
Für immer in meinem Herzen

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27.02.2023 09:46
avatar  Heidi
#14
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Quasselstrippe

Stimmt Rosi 😂
Das erinnert mich an Pepe der Fiona immer imitiert hat wenn die fauchte, er riss nur das Maul auf ohne Ton 😂


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27.02.2023 14:42
#15
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Profi-Samtpfote

Zitat von Heidi im Beitrag #14
er riss nur das Maul auf ohne Ton


So eine Tierchen war Nüssle zu Beginn.

Es ging über mehrere Jahre und wir dachten schon, dass er keine Stimme hat.
Heute jedoch, Pustekuchen, nix mehr mit Kaulquappe, er schreit, motzt, wann immer er es für nötig hält.

Eventuell hatte er auch Verständigungsschwierigkeiten der anderen Art. Ich kann kein Ungarisch und er musste sich erst im Schwabenland akklimatisieren.
Fakt ist, mit den Jahren unter Janis hatte er sämtliche Schlechtigkeiten aufgenommen, regelrecht aufgesaugt. Was lange währt, wird auch mal gut.

Gruß
Christiane

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