Umzug mit Katze

11.08.2022 10:28
#1
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Profi-Samtpfote

Umzug bringt Unruhe und Aufregung mit sich. Ob aus privaten oder beruflichen Gründen, die meisten Menschen sind froh, wenn der Umzug vorbei ist und das Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft.
Auch Tiere leiden in solchen Situationen, umso mehr, weil nicht verstehen können, was vor sich geht. Während Hunde in der Regel glücklich und zufrieden sind, wenn sie bei ihren Menschen sein können und wenig unter der Änderung der Umgebung leiden, sind Katzen in der Umzugssituation oft gestresst und sehr unzufrieden. Wenn sich die Umzugskartons kurz vor dem Tag, an dem der Umzugswagen kommt, in der vertrauten Umgebung stapeln, nichts mehr an seinem Platz ist und der oder die Bezugspersonen kaum Zeit für Streicheln und Schmusen haben, kann die Katze sogar unsauber werden, weil sie damit ausdrückt: Mir gefällt das nicht, bitte ändere diese Situation.

Natürlich gibt es Menschen, für die der Umzug kein Problem ist. Wer sehr gut verdient oder den Umzug sogar vom neuen Arbeitgeber bezahlt bekommt, kann die alte Wohnung mit Beautycase und Katzenbox verlassen, eine Woche entspannt Urlaub machen und dann mit Katze die von der Umzugsfirma perfekt eingerichtete Wohnung beziehen. Die meisten Menschen müssen leider den Großteil der Arbeit selbst erledigen und sich um das Einpacken, den Transport, das Renovieren der alten und neuen Wohnung und alles, was damit zusammenhängt, selbst kümmern. Da bleibt nur wenig Zeit für den oder die Mitbewohner auf vier Samtpfoten. Damit auch für Katzen der Umzug möglichst angenehm über die Bühne geht, hier ein paar Anregungen:

Tipp 1: Die Umzugsvorbereitungen

Für reine Wohnungskatzen, deren Welt auf Wohnung und Balkon beschränkt ist, ist der Stress in allen Umzugsphasen besonders groß. Während Freigänger-Katzen sich den Veränderungen durch das Einpacken der Besitztümer der Menschen durch einen ausgedehnten Spaziergang durch ihr Revier zeitweise entziehen können, erleben die Wohnungskatzen, dass sich ihre kleine Welt systematisch verändert, bis kaum noch etwas Vertrautes bleibt. In dieser Zeit ist es wichtig, die Katzen spielerisch mit einzubeziehen, auch wenn das beim Packen etwas Zeit kostet. Nutzen die Katzen die Umzugskartons zum Spielen und Stöbern zeigt das, dass sie sich noch wohlfühlen. Viele Streicheleinheiten und Zuwendung helfen, den Stress für die Sofatiger gering zu halten. Die Plätze für Futternäpfe, die Katzentoilette und Lieblingsschlafplätze sollten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt an den vertrauten Stellen bleiben.

Tipp 2: Der stressfreie Umzugstag

Für den Umzugstag sollten für die Katzen rechtzeitig Vorkehrungen getroffen werden. Ob Freunde beim Möbelschleppen helfen oder ein Umzugsunternehmen den Transport übernimmt, keiner dieser Helfer wird so gut wie der Besitzer darauf achten, dass die Katzen keine Chance haben, durch eine versehentlich offen gelassene Tür ins Freie zu gelangen. Für Wohnungskatzen, die in der Stadt leben, ist das schon fast ein Todesurteil, weil sie in Panik geraten und dem Straßenverkehr hilflos ausgeliefert sind. Besser ist es, rechtzeitig einen ruhigen Ort für die Katzen zu suchen, an dem sie ein paar Tage bleiben können. Die Trennung von seinen Tieren fällt zwar jedem Besitzer schwer, ist aber für beide Teile die bessere, weil stressfreiere Lösung. Oft sind Freunde und Bekannte bereit, die vorübergehend obdachlosen Miezen aufzunehmen. Ein ruhiger, warmer Kellerraum mit Katzentoilette, Futter und ein paar Liegemöglichkeiten reicht meist aus.
Auch Tierheime und Tierpensionen nehmen Katzen für ein paar Tage gegen Bezahlung in Pension. Im schlimmsten Fall muss die Katze in einer möglichst großen Box den Umzugstag überstehen. Das ist jedoch keine optimale Lösung, sorgt aber dafür, dass die Katze sicher das Umzugschaos übersteht und nicht die Flucht ergreift.

Tipp 3: Eingewöhnung in der neuen Wohnung

In den ersten Tagen nach dem Umzug ist die neue Wohnung oft noch ein großes Chaos. Die Katzenhalter sind mit Einrichten und Einräumen beschäftigt und froh, dass ihre Katzen in sicherer, ruhiger Umgebung gut aufgehoben sind. Bevor die Katzen in die neue Wohnung ziehen, sollte möglichst auch alles vorhanden sein, was Samtpfoten brauchen, um sich wohl zu fühlen. Der endgültige Standort von Fress- und Wassernäpfen und der Platz für die Katzentoilette sollten festgelegt werden, bevor die Katzen Einzug halten. Auch Kratzbaum, Liegemulden und Spielzeug machen es den Tieren leichter, die neue Umgebung zu akzeptieren. Für die ersten Tage sollte in der neuen Wohnung möglichst viel Ruhe herrschen, die Katzen haben genug damit zu tun, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Es wäre gut, die Einweihungsfeier vor oder erst eine Weile nach dem Einzug der Katzen zu veranstalten.

Tipp 4: Ruhe und Sicherheit vermitteln

Die ganze Familie freut sich, wenn die Katzen nach den Umzugstagen wieder nach Hause, ins neue Heim kommen. Die Tiere sind, wenn sie aus den Transportkosten entlassen werden, sehr verunsichert. Sie werden oft stundenlang aufgeregt durch die neue Wohnung laufen, alles erkunden und sich durch Blicke aus den Fenstern oder vom (katzensicheren) Balkon in ihrer Umgebung zu orientieren versuchen. Sehr schnell werden sie die für sie wesentlichen Dinge finden: Fressplatz und Katzentoilette. Es kann jedoch mehrere Tage dauern, bis sich die Tiere eingewöhnt haben und sich wieder rundum wohlfühlen. Zusätzliche Streicheleinheiten helfen dabei, denn Wohnungskatzen sind auch stark an ihre Bezugspersonen gebunden. Sind die Menschen ruhig und entspannt, überträgt sich das auch auf die schnurrenden Mitbewohner.

Tipp 5: Freigänger-Katzen nach dem Umzug

Katzen, die es gewöhnt sind, durch die Nachbarschaft zu streunen, sind nach einem Umzug sehr daran interessiert, wieder ins Freie zu dürfen. Oft ist es kaum möglich, sie für ein paar Wochen in der Wohnung zu halten, bis sie sich an die neue Umgebung gewöhnt haben. Mit Geschrei und Aggression gegen Möbel, Tapeten usw. versuchen die freiheitsliebenden Katzen dann, ihre Wünsche durchzusetzen. Da helfen nur, Zähne zusammen beißen und die Durststrecke übersehen. Die Katze soll ja auch in der neuen Umgebung immer wieder nach Hause kommen. Für die ersten Wochen im neuen Heim ist dann eben Hausarrest für die Stubentiger angesagt Ist diese Phase von 4-6 Wochen überstanden, dürfen sie Katzen das neue Heim verlassen und nach Herzenslust die Umgebung erkunden. Das führt oft zu Auseinandersetzungen mit Katzen aus der Nachbarschaft, in deren Revier die Neulinge eindringen. Diese Streitereien regeln Katzen untereinander und nach kurzer Zeit sind die Neuen meist integriert.

Gruß
Christiane

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11.08.2022 12:57 (zuletzt bearbeitet: 11.08.2022 12:58)
avatar  drquinn
#2
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Quasselstrippe

Wir hatten ein Zimmer in der neuen und eines in der alten Wohnung als.Ruhezone. Katzen kamen dort hinein in der alten Wohnung, dann wurde in der neuen Wohnung der Katzenraum fertig gemacht, Katzen umgesiedelt und der Raum geschlossen. So ging das recht gut, da die Wohnungen nur ein paar Kilometer auseinander lagen.

Anja.
Tammy und Gizmo, somewhere over the rainbow

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11.08.2022 17:00
avatar  Anke
#3
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Höchst erfahrene Katzenfachkraft


2 meiner / unserer Umzüge waren voll katzengerecht.
Wir haben beim Umzug das Schlafzimmer auserkoren..vorletzter Tag in alter Wohnung Bett abgebaut, aufbauen in neuem Zuhause incl katzenbettchen und Katzengedöns...Dann Katzen eingetütet und Klöchen eingepackt und ab in s neue Zuhause.. erste Nacht alle zusammen, morgens frühstücken etc . Dann katzies im Schlafzimmer gelassen mit Wasser , bißchen Futter , Klo etc .....Und den ganzen Tag Umzug...Das hat sehr gut geklappt...Abends haben wir dann alles erkunden lassen. Ein Klöchen waren im Bad aufgebaut und das 2te hab ich dazu gestellt .. Mutzzelbär war aber auch so toll, entspannt und ruhig..Und Mirchen hat das auch super mit ihm gemacht...Ach mein Seelchen


2006-2021 Mutzz, Nünnibär, mein kleiner Freund und Begleiter für immer
Mira, liebstes Mirchen, meine kleine Feder.
Euer Platz ist in meinem Herz

Anton, Greta und der kleine Paul leben nun hier seit Oktober 2021und mischen die Bude auf .💕🐈‍⬛🐈‍⬛🐈

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