FBMI – Feline Body Mass Index
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Übergewichtige Katzen
Besonders bei Hauskatzen kommt es oft vor, dass diese etwas mopsiger werden, als gesund für sie ist. Die hauptsächlichen Ursachen für eine Gewichtszunahme sind, dass die Katzen sich weniger bis gar nicht draußen bewegen, jedoch dennoch die für aktivere Katzen normale Futterration vom Dosenöffner vorgesetzt bekommen.
Doch nicht nur die Ration ist für das Zunehmen unserer Stubentiger verantwortlich, oft reicht es schon, minderwertiges (= nicht gleich billiges!) Katzenfutter zu verabreichen oder keine konkreten Fütterungszeiten einzuhalten. Hat die Katze den ganzen Tag über ihr Fresschen zur Verfügung und dazu noch chronische Langeweile, wird sie sich am Napf gütlich tun und mehr Futter aufnehmen, als ihr Organismus in Energie umwandeln kann.
Auch eine Kastration kann zu Übergewicht führen. Im Grunde ist die Zunahme des Körpergewichtes nicht direkt auf die Kastration zurückzuführen, doch bei dieser hormonellen Umstellung muss der verminderte Energiebedarf der Katze berücksichtigt werden. Hochwertiges Futter, welches speziell auf die Bedürfnisse eines kastrierten Tieres zugeschnitten sind, aber auch viel Bewegung und Beschäftigung des Haustigers bewahren es meist davor, einen Kastrationsbauch zu entwickeln oder sogar am ganzen Körper zuzunehmen.
Was ist FBMI?
Der Feline Body Mass Index ist das Pendant zum Body Mass Index beim Menschen, welcher die Relation von Gewicht und Größe bestimmt.
Wie beim Menschen, so kann der Body Mass Index auch bei Hauskatzen ermittelt werden. Es gibt verschiedene Methoden, um den FBMI festzustellen, doch jeder Katzenhalter, der eine dieser Methoden anwendet, um festzustellen, ob sein Liebling zu dick ist, sollte daran denken, dass die errechneten Werte nur Richtwerte sind, da individuelle Gegebenheiten des Körperbaus nicht berücksichtigt werden können. Meist erkennt man sehr schnell, ob seine Katze zu viel Fett gelagert hat, doch der FBMI unterstützt besonders diejenigen, welche sich nicht sicher sind, in ihrer Entscheidung, etwas zum Wohle des Stubentigers zu unternehmen. Die Berechnungen wurden anhand von Studien ermittelt, können bisher jedoch nur Aussagen über kurzhaarige Katzen abgeben.
Zur Berechnung des FBMI benötigt man ein Maßband oder ein Stück Schnur, anhand dessen der Unterschenkel von Mitte der Kniescheibe bis zum Sprunggelenkhöcker sowie der Brustumfang um die 9. Rippe (von hinten abgezählt) gemessen werden kann. Ist bei der Katze diese Zählung nicht möglich, dann sollte man den in im Netz zu findenden Tabellen angegebenen Höchstwert annehmen. Im Grunde ist in diesem Falle eine Messung des FBMI nicht wirklich sinnvoll, da davon ausgegangen werden kann, dass die Samtpfote bereits „zu viel Speck auf den Rippen“ hat und dringend abnehmen sollte.
Die Ermittlung anhand der Tabelle ist sehr einfach. Die linke Leiste senkrecht muss mit dem Brustumfang der Katze abgeglichen werden, die waagerechte untere Leiste mit der Länge des Unterschenkels. Der Schnittpunkt der beiden Maße ist der FBMI. Ein FBMI von 11-30 gilt als normal, ein Wert darunter weist auf Untergewicht, ein Wert darüber auf Übergewicht hin.
Wer sich nicht auf eine Tabelle verlassen möchte, der kann auch die Formel verwenden, bei dessen Ergebnis 10-30 % Körperfettanteil als normales Ergebnis gilt.
Körperfett (%) = (Brustkorb/0,7062) - Unterschenkellänge – Unterschenkellänge
0,9156
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/11893/1/Moik_Katja.pdf
Quelle: Moik_Katja.pdf
Was tun bei Übergewicht?
Ist der FBMI des geliebten Haustieres zu hoch, besteht erhöhter Handlungsbedarf. Anders als beim Menschen wird diese Messung weniger aus ästhetischen Gründen vorgenommen, sondern garantiert einen Überblick über die gesundheitliche Verfassung der Katze.
Drastisches Übergewicht kann zu Erkrankungen des Bewegungsapparates, zu Diabetes oder Herzerkrankungen führen. Wer eine übergewichtige Katze zu versorgen hat, sollte besonders auf eine hohe Qualität des Futters achten und die Katze öfters bespielen, um ihr trotz fehlendem Freigang viel Bewegung zu verschaffen.
Kalorienbomben, in Leckerchen versteckt, sollten der Vergangenheit angehören, denn auch hier gibt es Alternativen wie zum Beispiel selbst hergestellte Leckereien. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte sein Fellknäuel häufig wiegen und ein Protokoll anlegen, um das Abnehmen kontrolliert durchzuführen.
Wichtig ist, dass die Katze nicht auf Diät gesetzt wird, unter welcher sie Hunger leiden muss.
Wie beim Menschen gilt auch hier, dass eine maßvolle Ernährung und ausreichend Bewegung langsam, aber stetig zum Ziel führt.
Was tun bei Untergewicht?
Der FBMI kann auch feststellen, ob die Samtpfote an Untergewicht leidet. Oft liegt das an nicht sichtbaren Erkrankungen, daher sollte erst ein Gang zum Tierarzt gemacht werden, welcher das Haustier gründlich auf Parasitenoder Krankheiten untersucht.
Auch Stress kann Auslöser von Untergewicht sein, welcher verschiedene psychische Ursachen haben kann. Eine Untersuchung des Umfeldes, der tierischen Mitbewohner und der Rangordnung unter ihnen kann Auskunft darauf geben, ob zum Beispiel eine Kastration angebracht wäre.
Wird nichts derartiges gefunden, ist „zuspecken“ angesagt. Dies sollte jedoch nicht durch eine übermäßige Futtergabe erfolgen, sondern ebenfalls über hochwertige Futtermittel und geregelte Zeiten der Fütterung.
Gutes Futter sorgt für eine perfekte Balance an für die Gesundheit wichtigen Nährstoffe, während die Fütterungszeiten dazu führen sollen, dass die Katze sich wieder auf ihr Fressen freut und auch den Hunger in der Zwischenzeit wiederentdeckt. Es gibt viele Möglichkeiten, das Futter auf gesunde Weise aufzupeppen, um es wieder interessanter zu machen und auch eine höhere Kaloriendosis zu erreichen. Auch Ergänzungsfuttermittel sind hier erlaubt, doch sollte eine entsprechende Diät vorab mit dem Tierarzt des Vertrauens besprochen werden, um eine gesunde Zunahme zu garantieren.
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