Katzenasthma
#1
Katzenasthma tritt häufiger auf als gedacht, vor allem bei weiblichen Katzen und, wider Erwarten, bereits in jungen Jahren, nämlich zwischen 2 und 8 Jahren. Das sogenannte „feline Asthma“ ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Zwar kann es gut behandelt werden, es lässt sich aber nicht vollständig heilen.
Ursachen
Genauso wie beim Menschen kann Asthma auch bei Katzen verschiedene Ursachen haben. Meist tritt Asthma bei allergischen Reaktionen gegen bestimmte Stoffe auf. Darunter fallen sowohl chemische Stoffe wie Reiniger, Abgase oder Haarsprays, als auch einige Inhalte, die in Futtermitteln zu finden sind. Die Bronchien reagieren auf die Allergene besonders empfindlich, es wird in Fachkreisen vermutet, dass dies genetisch programmiert ist.
Ist die Katze besonders in pollenreichen Monaten ständig am Keuchen, sollte sie auf Pollen getestet werden. Bei positivem Befund empfiehlt es sich, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Erreger aus der Wohnung fernzuhalten. Besonders im Winter, wenn die beheizte Luft in der Wohnung warm und trocken ist, können unsere Faulpelze Asthma entwickeln. Gutes Lüften sowie Wasserdampf erhöhen die Luftfeuchtigkeit und führen zu Erleichterung. Auch Staubmilben oder Katzenstreu können zu allergischen Überreaktionen führen. Eine staubfreie Wohnung und ein Streuwechsel sind hier die geeigneten Mittel, um dem Stubentiger ein schönes Leben bieten zu können. Raucher sollten sich bewusst sein, dass Qualm die Atemwege der Katze empfindlich belasten. Tritt bei dem kleinen Liebling felines Asthma auf, sollte auf Indoor-Qualmen unbedingt verzichtet werden. Auch der Wechsel von chemischen Reinigern zu Bio-Reinigern hat schon der einen oder anderen Katze geholfen, da diese Stoffe die Auslöser der Erkrankung waren.
Symptome
Wer bereits einen asthmatischen Anfall erlitten hat, weiß, wie es sich anfühlt, wenn sich einem die Atemwege zusammenziehen. Auch Nichtbetroffene wissen, dass daraus nur eine akute Atemnot entstehen kann. Das Atmen fällt immer schwerer, der Körper reagiert mit Hustenanfällen, welche das Problem jedoch nur verschlimmern. Man „pfeift aus dem letzten Loch“ trifft es wohl am besten, und genau so hört es sich auch an.
Asthma tritt in Anfällen auf und verschwindet zwischen den Anfällen vollkommen. Die Hustenanfälle sind jedoch besonders stark, regelmäßig und lang. Pfeift die Katze während des Hustens, aber auch separiert davon, kann man von akuter Atemnot ausgehen. Sie duckt sich bei diesen Attacken und versucht, genügend Luft über das Mäulchen zu erhalten. Treten derartige Vorkommnisse öfters auf, sollte umgehend der Tierarzt beauftragt werden, die Katze genauestens auf Asthma zu untersuchen.
Wird Asthma nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann die Katze im Ernstfall sterben. Die Augen weit aufgerissen, heftiges Atmen und dauerndes starkes Husten über eine halbe Stunde Dauer sollten Anzeichen genug sein. Wer so lange wartet, kann sich sicher sein, dass das Tier beim Arzt sofort mit Kortison und Medikamenten behandelt wird, um einen normalen Zustand wiederherzustellen – sofern es nicht schon zu spät ist.
Diagnose
Wer den Verdacht hat, dass seine Katze an Asthma leiden könnte, sollte den Besuch beim Tierarzt nicht scheuen. Dieser wird an erster Stelle mögliche Erkrankungen ausschließen, die asthmaähnliche Symptome verursachen können. Es werden eine Untersuchung des Blutes, des Kotes und eine Lungenspülung durchgeführt. Aufgrund der von der Kochsalzlösung aufgenommenen Zellen kann der Tierarzt Infektionen ausschließen und sich bei negativem Befund auf den Verdacht Asthma konzentrieren.
Therapie
Asthma ist, wie eingangs erwähnt, unheilbar und chronisch. Wird felines Asthma diagnostiziert, kann durch geeignete Präparate die Lebensqualität des Tieres immens verbessert werden. Diese werden meist als Sprays verabreicht und lindern die Schmerzen und wirken entzündungshemmend. Auch die Vermeidung der Allergieauslöser wie unter dem Punkt „Ursachen“ beschrieben ist Teil der Therapie, ohne diese ist auch eine medikamentöse Behandlung nahezu unbrauchbar.
Bei der Therapie unterscheidet man die Schweregrade des Asthmas. Bei leichten Fällen wirkt bereits ein bronchial erweiterndes Mittel, bei mittelschwerem bis schwerem Asthma wird bevorzugt mit Cortison behandelt. Jeder weiß, dass Cortison, auf Dauer verabreicht, hohe Risiken birgt. Bei der Therapie von Asthma überwiegt aber der Vorteil des Medikamentes, es muss aber von einem Fachmann richtig verschrieben werden. Bei einer Verabreichung in Tablettenform oder als Injektion kann davon ausgegangen werden, dass die Cortisondosis den Katzenkörper derart belastet, dass auch Folgeerkrankungen auftreten können. Eine bessere Alternative ist daher die Gabe von Cortison via Inhalator, da hier die Dosierung sehr gering gehalten werden kann und der Körper so wenig wie möglich belastet wird.
Einem beschwerdefreien und langen Leben steht bei einer derartigen Therapie nichts im Wege, allerdings nötigt diese Art der Verabreichung dem Halter einiges an Geduld ab.
Allerdings gibt es speziell für Katzen eine Inhalierhilfe. Sollte der Tierarzt also Tabletten oder Injektionen verschreiben, so weist ihn bitte darauf hin, dass es noch eine sanftere und ebenfalls hilfreiche Methode gibt. Auch Ärzte sind nicht unfehlbar.
Wichtig finde ich noch zu erwähnen, dass Asthma, wie alle Krankheiten, einen Verlauf hat. Sprich: Die Medikation muss immer wieder angepasst werden. Bewährt hat sich auch eine Kombination aus Bronchienerweiterer und inhalativem Cortison.
Bronchienerweiterer gibt es zwei Sorten: Akut wirkende als Notfallmedikament, z.B. Salbutamol, die aber auch ein paar Minuten vor der Inhalation von Cortison verabreicht werden können. Und langanhaltend wirkende, bei denen die Wirkung aber auch erst nach einer Weile einsetzt (z.B. Salmeterol).
Bei den akut wirkenden empfiehlt sich eine Inhalation der Wirkstoffe, einige der langanhaltend wirkenden Bronchienerweiterer gibt es auch in Tablettenform.
Langanhaltende Bronchienerweiterer und Cortison gibt es auch als Kombimedikament, so dass es gemeinsam inhaliert werden kann.
Es gibt noch ein paar andere Ansätze, so kann bei schweren Fällen Cyclosporin A bei allergischem Asthma eingesetzt werden. Auch Karsivan kann unterstützend gegeben werden, macht Katzen aber oft zappelig und unruhig.
Wichtig ist, bei allen Medikamenten auf die Wirkdauer zu achten. Wenn ein Bronchienerweiterer eine Wirkdauer von 12 Stunden hat, dann sollte er auch alle 12 Stunden gegeben werden, um den Organismus nicht dauerhaft Achterbahn fahren zu lassen.
Einen guten Einstieg bietet immernoch die Seite http://de.fritzthebrave.com , die aber glaube ich nicht mehr aktualisiert wird, so dass die Informationen nicht mehr auf dem neusten Stand sind.
#3
Immer gerne. Ich mach das ja mit Spocki seit ca. 10 Jahren mit und wir haben einiges ausprobiert. Meine Tierärztin kennt schon einiges, ist aber nie so tief in die Materie eingestiegen wie ich zwischenzeitlich. Von daher folgt sie meinen Wünschen.
Spocki ist jetzt seit langer Zeit mit einem Kombipräparat (250 mcrg Fluticason, 25mcrg Salmeterol) inhalativ und 1,25 mg Prednisolon oral stabil.
Sogar im Moment, wo ich hier mit dem Putzen nicht mehr hinterherkomme (bei Spocki bestehen Allergien gegen Hausstaubmilben und diverse Pollen). Da muss man sich wirklich reinfummeln und ausprobieren. Diese Mini-Dosierung Cortison ist eigentlich total absurd - aber ohne hat er immer wieder Rückfälle. Also bekommt er das seit Jahren mittlerweile durchgehend und es geht ihm damit gut.
#5
Das wusste ich nicht. Der arme kleine Kerl.
Wobei du damit sehr gefordert bist, das ist wirklich nicht einfach und hast mein vollstes Mitgefühl
Prednisolon greift auch bei niederer Dosis. Solange keine Verschlechterung eintritt passt's
Ich muss seit vielen Jahren meine Dosis nehmen. Begeisterung hält sich in Grenzen, wenn's nicht anders geht muss man durch.
Meld mich später nochmal.
Tatsächlich fordert mich das nicht sehr. Spocki inhaliert morgens und abends und bekommt dann abends noch seine viertel Prednisolon. Er macht das gut mit, so dass das jeweils eine Aufgabe von ein paar Minuten ist. Das übernimmt mein Freund sonst auch regelmäßig.
Und Spocki geht es gut. Er hat sehr selten mal einzelne Hustenanfälle. Manchmal hustet er ein paar Tage hintereinander, dann gehen wir zwischendurch mit dem Cortison hoch. Mehr ist da gar nicht zu tun. 
#7
Zitat von Trillian im Beitrag #6
Er hat sehr selten mal einzelne Hustenanfälle.
Das ist schonmal was und gut.
Zitat von Trillian im Beitrag #6
Manchmal hustet er ein paar Tage hintereinander,
Solange es nicht zu heftig kommt. Mit zunehmendem Alter zeigen sich meist Veränderungen.
Meine Daumen sind gedrückt.
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