Katze krank – Mensch krank? Oder umgekehrt?
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Viruserkrankungen wie Erkältungen können Mensch und Tier gleichermaßen treffen. Ununterbrochenes Niesen, eine verschnupfte Nase und geschwollene Augen müssen nicht gleich ein Anzeichen des berühmt-berüchtigten tödlichen Katzenschnupfens sein, denn auch normale Erkältungszustände äußern sich so. Eine Vorstellung beim Tierarzt ist jedoch unumgänglich, da ein Laie die beiden Krankheiten möglicherweise falsch interpretieren könnte, was einen schlimmen Ausgang nehmen kann. Ein Verschleppen kann zu einer chronischen Erkrankung führen und das Tier bis ans Ende seines Lebens belasten.
Die Symptome einer Erkältung
Katzen haben die Angewohnheit, sich nicht anmerken zu lassen, wenn es ihnen nicht gut geht. Doch es gibt bei Erkältungen viele Anzeichen, an denen man eine Erkrankung erkennt. Tränende Augen und daraus resultierende Tränenspuren, tropfende oder verstopfte Nase und die dazugehörigen Geräusche beim Schnaufen, Husten oder Niesen sowie Heiserkeit sind nur einige davon.
Auch der allgemeine Zustand verschlechtert sich zusehends, der Fellpopo frisst schlecht bis gar nicht mehr und vegetiert apathisch vor sich hin. Heiße Ohren deuten auch auf Fieber hin, ein Abklären per Thermometer ist in diesem Fall unbedingt angebracht. Wird die Normaltemperatur von 38/39 Grad überschritten, hat der Vierbeiner Fieber, gegen welches sofort behandelt werden muss.
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Schnupfen der Katze (kein Katzenschnupfen) und Behandlungen
Laufende Nase, tränende Augen und starkes Niesen begleiten einen erkältungsbedingten Schnupfen. Der Tierarzt behandelt Schnupfen schnell und erfolgreich mit Antibiotika. Wird Schnupfen nicht behandelt, kann er Entzündungen in der Stirnhöhle, des Kehlkopfes oder einen chronischen Schnupfen erzeugen.
Hausmittel
Es gibt auch Hausmittel, die gut angewandt werden können. So ist es nicht unüblich, den Stubentiger inhalieren zu lassen, um seine Nebenhöhlen freizubekommen. Dies ist möglich, indem man zum Beispiel eine dampfende Schüssel heißen Wassers mit Ölen vor einen Transportkorb stellt und beides mit einem Handtuch bedeckt. Eine zweite Variante ist es, einen Weidekorb über eine erwähnt präparierte Schüssel zu stellen. Bei beiden Vorgehensweisen ist unbedingt darauf zu achten, dass das heiße Wasser nicht zu heiß ist und vor allem nicht zu nahe an der Katze steht, um ein Verbrühen durch „pratzeln“ zu vermeiden. Selbstverständlich sollte das Inhalieren immer unter ständiger Kontrolle stattfinden, nicht zu lange und auch nicht zu intensiv. Dies lässt sich am besten bewerkstelligen, indem man zwischen Katze und Schüssel ein Handtuch legt oder spannt. Als Öle für das Wasser eignen sich alle ätherischen Varianten, die auch uns Menschen bei Erkältungen guttun.
Viele schwören auch auf kalte und heiße Wickel. Wenn ich meine Miezen ansehe, dann kann ich mir dieses Vorgehen nicht gut vorstellen, selbst wenn sie krankheitsbedingt lethargisch wären. Wer über geduldige Katzenwesen verfügt, kann es jedoch zur Fiebersenkung mit feuchten kalten Wickeln um die Brust versuchen.
Da diese jedoch in 3 Lagen angebracht werden muss (feucht/wasserundurchlässig/trocken) kann dies in einen Akt der Verzweiflung ausarten, in dem alle Lagen nebeneinander an die Wand klatschen. Wer es wirklich schafft, muss nur noch dafür sorgen, dass der Wickel 2 Stunden lang um die Katze bleibt. Viel Spaß dabei.
Wer heiße Umschläge für die Lungen machen möchte, hat nur 30 Minuten mit der umwickelten Katze auszuhalten. Die Katze muss danach jedoch sofort getrocknet und warm zugedeckt werden. Zu heißen Wickeln (wobei mit heiß warm gemeint ist!) eignen sich Heilerde oder Kartoffel, die, in einen Strumpf gestopft, mit einem Schal der Katze um Hals und Lungenpartie gebunden wird. Kann ich nur bedingt empfehlen.
Medikamente
Nie, nie, nie Medikamente, die für Menschen gedacht sind, anwenden. Im besten Falle helfen sie, im schlechtesten Fall können sie töten. Außer Medikationen vom Tierarzt sollten bei keinerlei Erkrankungen, auch nicht bei Erkältungen, Menschenmedikamente gegeben werden, auch wenn dies kostengünstig erscheint, weil sie gerade im Haus sind.
Wer steckt wen an?
Katzen können uns mit einigen durch Bakterien verursachte Krankheiten anstecken, jedoch nicht mit einer Erkältung. Selbst das Niesen ist für uns Menschen, und auch für Hunde, by the way, völlig ungefährlich.
Zur Ansteckungsgefahr von Mensch auf Katze gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen besagen, dass der Mensch sehr wohl Katzen mit Grippe und Erkältungen anstecken kann, andere Fachleute weisen diese Theorie jedoch weit von sich. Allerdings schränken letztere ihre Aussage wiederum ein, mit dem Vermerk „sehr selten“, was die Möglichkeit einer Ansteckung also doch nicht ausschließt.
Hm. In diesem Sinne ist es nicht zu verwegen zu behaupten, dass eine gewisse Distanz zur Katze während einer Erkältung des Dosis gut sein kann, da eine Ansteckung nicht zu 100 % ausgeschlossen wird. Wer seine Katze liebt, sollte einige Zeit auf intensive Kuschelerfahrungen verzichten, sofern das Fellbündel nicht anderer Meinung ist und sich als Wärmflasche bewähren möchte.
Mein Dank geht hier an meinen Krankenpfleger Janis, der sich viele Tage sehr aufopfernd um mich bemüht hatte.
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