Trichter-Halskrause oder OP-Body für die Katze

26.07.2022 17:15
#1
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Profi-Samtpfote

Nach der OP

Wer kennt diese Situation nicht, wenn das geliebte Haustier nach einer starken Verletzung, einer Operation oder einer Kastration vom Tierarzt heim kommt. Meist haben unsere Vierbeiner, wenn man sie vom Tierarzt abholt, einen steifen Trichter aus Hartplastik um.

Es werden aber auch OP-Bodys angeboten, welche den gleichen Zweck erfüllen, nämlich den Stubentiger davon abzuhalten, eine frische Wunde zu lecken, Nähte durchzubeißen und Bakterien in die Wunde einzubringen. Dieser Body kann aber nur bei Verletzungen im Rumpfbereich zufriedenstellend eingesetzt werden. Doch es gibt noch Alternativen, um die Katze von ihrem Lecktrieb abzuhalten. Die Amerikaner zeigen uns, welch bequeme Möglichkeiten es gibt. Bequemer Halskrausen, welche die Sicht nicht derartig stark einschränken wie ein Plastiktrichter, werden im Internet hoch gehandelt.

Die altbekannte Halskrause

Eine Halskrause ist nicht so schlimm, solange der Patient belämmert ist, doch in wachem Zustand sieht dieser Lampenschirm nicht nur sonderbar aus, er behindert die Katze immens bei den normalen täglichen Tätigkeiten, die sie verrichten möchte. Das Gesichtsfeld ist stark beeinträchtigt, wodurch der Stubentiger stark irritiert reagiert, was auch manchmal in Aggression umschlagen kann. Das liegt nicht am Charakter des Vierbeiners, sondern vielmehr an der extremen Stresssituation, welcher er sich ausgesetzt sieht.

Beim Vorwärtslaufen schabt die Krause über den Boden und gräbt sich unangenehm in den Hals der Katze ein, auf die Couch springen ist ein Ding der Unmöglichkeit, da der Vierbeiner die Größe der Krause nicht einschätzen kann. Ecken und Kanten sind schwer zu umgehen, ständig eckt das unhandliche Ding an und bremst die Katze in ihrem gewohnten Bewegungsdrang ein. Auch die Nahrungsaufnahme erfordert ein geschicktes Mäulchen. Erfahrene Katzenbesitzer wissen schon, dass am besten ein Whiskyglas hilft, das hoch genug ist, dass Futter und Wasser auch aus größerer Höhe aufgenommen werden kann. Auch das Katzenklo kann mit Trichter eine besondere Herausforderung darstellen, da sich Kot-Reste zwischen den überlappenden Teilen sammeln können und Streu „aufgeschaufelt“ wird, was dann runter an den Hals der Katze rutscht und dort durch ständiges Schaben Irritationen hervorrufen kann.

Doch was ist die Alternative? Alternativen gibt es nicht viele, aber der OP-Body ist einen Versuch wert, sofern die Wunde im Rumpfbereich liegt.



Vorteile des OP-Body

Der OP-Body ist ein meist dicht am Körper anliegender Stoff, der die Wunde hervorragend abdeckt. Wenn die Katze diesen Body annimmt, dann kann man sich genüsslich zurücklehnen und die Wundheilung abwarten. Leider ist es oft nicht so einfach, der Katze einen OP-Body schmackhaft zu machen, besonders, da dieser immer plötzlich eingesetzt werden muss und die Katze keine Zeit zur Anpassung bzw. Gewöhnung erhält. Der Body ist jedoch durch seine Elastizität extrem angenehm für den Stubentiger, da er damit ungehindert seinem Tatendrang nachgehen kann und keine Einschränkungen erfährt, wodurch auch der extreme Stress ausbleibt. Wer probieren möchte, ob ein OP-Body für seine Katze akzeptabel ist, muss sich diesen nicht unbedingt teuer kaufen.
Strümpfe, Strumpfhosen, Gipsschläuche aus der Apotheke oder ähnliches Bekleidungsmaterial können perfekt auf den Körper zugeschnitten werden. Allerdings ist hier genau zu beachten, wie eng der Schlauch an der Katze aufliegt, um sie nicht unangenehm einzuschränken.

Neue Halskrausen sind im Anmarsch!

Natürlich haben sich liebevolle Menschen daran gemacht, dem Wahnsinn mit den unangenehmen Leckschutz-Möglichkeiten ein Ende zu setzen.
Mittlerweile gibt es Schaumstoff gefütterte Halskragen, welche sich perfekt an den Hals anpassen und weder die Sicht noch die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen. Natürlich kosten diese angenehmen Kragen um Einiges mehr als die billigen Plastiktrichter, normalerweise sind sie jedoch waschbar und somit mehrfach anwendbar, ohne auf die entsprechende Hygiene verzichten zu müssen. Es lohnt sich, seinem Haustier den größten Komfort zu bieten, der möglich ist.
Weiche Halskragen wie ProCollar, Comfy Collar oder Mondkragen sind im Internet erhältlich und leicht am Katzenhals anzubringen.


Schutzkragen sind u.a über Tierarzt, Tierkliniken und online erhältlich:


Wie immer man sich entscheidet, wichtig ist immer: Wer seine Katze liebt, kümmert sich nicht darum, was „normal“ und „gängig“ ist, sondern darum, was dem geliebten Tier die geringsten Probleme und somit den geringsten Stress bereitet.
In der heutigen Zeit ist es durch das Internet überraschend einfach, seinen Vierbeiner einen ohnehin stressigen Eingriff oder Verletzung bereits während des Genesungsprozesses vergessen zu lassen.

Wir hatten hier bei keinem Tier einen Kragen benötigt, daher meine Frage:

* Wie gewöhne ich mein Tier möglichst stressfrei daran?
* Wie verhält es sich wirklich mit der Fütterung?
* Wie gestaltet sich die Schlafhaltung?
* Das Klettern auf den Kratzbaum- den Fenstersims?

Oder sollte man einen anderen Standpunkt einnehmen? Das Tier akzeptiert seine Lage und meist ist es nach kurzer Zeit gegessen, der Trichter/Kragen/Body kommt weg.

Worauf sollte man besonders achten? Meinungen, Erfahrungen und auch Anschauungsmaterial sind hier gefragt.

Gruß
Christiane

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26.07.2022 18:31
avatar  Rena44
#2
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Höchst erfahrene Katzenfachkraft

Ja liebe Christiane ,gerade seh ich ,du hast uns ja so viele deiner Berichte aus deinem früheren Kratzbaum Forum
Eingestellt und fast schon ein Erbe geschenkt , ich weiß noch wieviel Recherche und Arbeit hinter jedem Bericht steht
Es wird Tage dauern bis ich alle gelesen habe , aber ich lese sie wieder .. versprochen , man kann sich da soo viel
Wissen anlesen ..

liebe Grüße
Rena und Nuri




Mohrle ,Lieserl,Timmy,Luky,Tiger,Mini,Toni ,Minki im Herzen

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