Diät ohne Jo-Jo-Effekt - Für Mensch und Katze
#1
Gute Vorsätze umsetzen
In einigen von uns müht sich eine schlanke Person ab, nach draußen zu gelangen, aber normalerweise genügen wenige Stückchen Schokoladenkuchen, um sie ruhig zu stellen.
Autor unbekannt
Was viele erst nach den Festtagen wahrhaben und dem sie sich vorher im Angesicht leckerer Stollen, Marzipan- und Schokoladehappen oder der Weihnachtsgans vollends verschlossen haben: Feiern macht dick. Nun, vielleicht nicht gerade dick, aber wenn die Hose zwickt und der Pulli zu kurz wird, so sind nicht etwa die bösen Tierchen namens Kalorienchen unterwegs, die die Klamotten nachts enger nähen. Nö, das Essen war´s, schlicht und ergreifend. Und so lecker es auch war, die überflüssigen Pfunde müssen wieder weg, damit bis zum Sommer der angerichtete Schaden wieder behoben ist und der Bikini wieder passt.
Auch unseren Vierbeinern ergeht es ähnlich, denn auch sie werden bei übermäßigem Essverhalten mopsiger und träger, und vereinzelte Genossen schaffen es tatsächlich, ihren Bauch am Boden hinterher zu schleppen. Eigentlich wären diese Vierbeiner als Haushaltshilfe recht nützlich, aber für die Katze selbst ist dieser Zustand ein absolutes No-Go.
Wie kann man Mensch und Katze vergleichen?
Eigentlich ganz einfach. Wenn eine Diät hermuss, muss eine Diät her. Egal, ob Vier- oder Zweibeiner, aus gesundheitlichen und ästhetischen Gründen ist eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht dringend angeraten. Und so unterschiedlich sind wir uns in dieser Hinsicht gar nicht. Der altbekannte Jo-Jo-Effekt kann sowohl Mensch als auch Tier betreffen und ihnen Diäten gründlich vermiesen. Doch das muss nicht sein, mit einigen kleinen Tricks, leicht für die jeweilige Spezies abgewandelt, hilft, überflüssiges Gewicht zu verlieren und das Idealgewicht auch zu behalten. Bei unseren vierbeinigen Freunden reicht ein Fingerstreichen über die Brustpartie. Sind die Rippen nicht mehr auf Anhieb zu erspüren, ist die Katze bereits zu wohlgenährt, allerdings ist hier noch keine Diät, sondern eine Reduktion der Rationen angebracht. Spürt man die Rippen gar nicht mehr oder ist der Bauch deutlich zu sehen, dann sollen Frauchen definitiv etwas für ihre Figur tun – oder gleich für beide.
Gegenteiliger Effekt
Wer nun meint, einfach eine Nulldiät machen zu können, der ist definitiv auf dem falschen Dampfer. Genau aus dieser falsch verstandenen Diät resultiert der berühmt-berüchtigte Jo-Jo-Effekt. Während der Nulldiät verfällt der Körper in einen Hungermodus und nimmt die als Fett angereicherten Ressourcen, um die Energie für den täglichen Bedarf zu erhalten. Das Idealgewicht ist so schnell erreicht, ABER: sobald man nach diesem Erfolg auch nur zu denken wagt, wieder normal essen zu können, nimmt man zu, und das meist mehr als zuvor. Der Körper, der im Hungermodus perfekt funktioniert, ist aus der Urzeit noch darauf programmiert, rational zu reagieren. Er nimmt jede Nahrung, die nach der Diät aufgenommen wird und wandelt sie direkt in Fett um, da er weiß: die nächste Hungersnot kommt bestimmt, wir müssen dafür gewappnet sein. Diese perfekte Überlebensstrategie der Natur war früher notwendig, um unsere Gattungen weiterzubringen. Wer dies weiß, kennt auch die Strategie, die wir nun anwenden müssen. Keine Nulldiäten. Keine Extreme.
Viel Bewegung
Ein perfekter Weg, um sich und seine Vierbeiner wieder fit und agil zu machen, ist Bewegung. Wer viel mit seiner Katze spielt oder sogar das berühmte Clickertraining beginnt, bewegt sich auch selbst etwas mehr. Somit betätigen sich beide, Mensch und Katze, mehr, haben Spaß und nehmen ab. Dass dies nicht alles ist, ist klar, aber Bewegung hilft, sich wieder aktiver zu fühlen und seine Ziele besser verfolgen zu können.
Diätfutter/-essen
Mit dem Diätfutter ist es so eine Sache: Es gibt diese und diese Qualität. Nicht jedes Diätfutter ist für jede Katze geeignet, genauso ist es aber mit Frauchen und Herrchen, denn auch denen schmeckt nicht jedes Diätgetränk oder -essen.
Doch das fadeste Diätmenü kann durch raffinierte Salate als Beilage oder hochwertige Gewürze verfeinert werden. Auch das Futter der Tiere kann „gewürzt“ werden. Wenn schon nicht mit unseren Gewürzen, so aber sehr wohl mit Fischöl oder anderen Leckereien, auf die der Stubentiger besonders abfährt. Nützt auch das nichts, so dient eine generelle Umstellung der Ernährung wohl eher dem Diätziel. Frischfleisch wie Puten-, Hühner-, Pferde- oder Rindfleisch werden von den Katzen gerne angenommen. Sie erhält dadurch mehr Masse an Essen, jedoch weniger Kalorien. Vitamin- oder Taurinzusätze steigern die Leistung der Katze und dürfen gerne in Maßen zugesetzt werden.
Frauchen hingegen sollte von Pommes, Kroketten und Co Abstand nehmen und besser einen leckeren Salat mit einem schönen Stück gut gewürztem Geflügel zu sich nehmen, selbstredend ohne Sauce. Instant-Gerichte sind aufgrund ihrer hohen Kalorienmenge ohnehin außen vorzulassen. Stattdessen lieber einen schönen Hühnersalat mit Ei machen.
Auf die Menge kommt es an
Selbstverständlich sollte man auch bei einer gewissenhaften Ernährungsumstellung der Vier- und Zweibeiner im Haushalt nicht denken, dass damit alles getan ist. Egal, wie gesund man sich und die Tierchen ernährt, auch auf die Menge muss geachtet werden. Es hilft nicht, den erwähnten Hühnersalat zu machen und sich drei Portionen einzuverleiben. Eine Portion muss reichen. Das gilt für Mensch und Tier gleichermaßen. Dass wir alle ganz besonders leckere Gericht gerne in Massen vernichten, ist klar, aber wer ein Ziel hat, sollte dies auch in aller Konsequenz verfolgen.
Wie viel Gewicht kann gesund abgenommen werden?
Immer wieder hört man Storys, nach denen Diätende im Monat mehrere Kilos abgenommen haben. Das geht, klar. Aber diese Storys erzählen nichts von dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt, der danach unweigerlich einsetzen wird. Wer nach den Feiertagen mit seiner Diät beginnt, hat bis zum Sommer noch jede Menge Zeit, um die Bikinifigur zurückzubekommen. Dasselbe gilt auch für die Vierbeiner. Katzen sollten im Monat nicht mehr als 50-100 Gramm, Zweibeiner um die als 500-1000 Gramm abnehmen. Das klingt nicht nach viel, aber im Juli sind so bei Frauchen 4-7 kg runter. Und zwar auf Dauer und nicht nur für kurze Zeit, da der Jo-Jo-Effekt hier nicht mehr greift.
Kein Essen zur freien Verfügung
Eine kleine Regel für Frauchen und Tierchen ist, dass keine Essensrationen zur freien Verfügung in der Landschaft herumstehen sollten. Welcher Mensch ist so gelassen, dass er täglich mehrmals an leckeren Versuchungen vorbeigehen kann, ohne davon zu naschen? Genauso ist es bei unseren Stubentigern, auch sie werden sich, sofern etwas zum Fressen bereitsteht, direkt und ohne Umwege darauf zu bewegen und auf die Diätversuche von Frauchen pfeifen. Also kleine Rationen verteilen, wenn die Katze satt ist, können die Näpfe auch bis zur nächsten Mahlzeit verstaut werden. Auch Frauchen sollte sich an diese Devise halten und den Kühlschrank möglichst geschlossen halten, damit die Diät erfolgreich abgeschlossen werden kann.
Wer das Ziel nicht kennt, für den ist kein Weg der Richtige.
Auf guten Erfolg!
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