Heilmethoden bei Allergie

01.03.2021 17:21
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Profi-Samtpfote

Behandlungsmöglichkeiten

Objektiv alternative und medizinische Heilverfahren unter die Lupe nehmen, um die Entscheidung einer Behandlung von Katzenallergie zu unterstützen.

Medikamentöse/homöopathische Unterstützung bei Allergien

Es sind einige Präparate auf dem Markt erhältlich, welche eine kurzfristige Erleichterung bei akuter Katzenallergie versprechen. Sie behandeln jedoch nur die Symptome und sind kein Mittel zur Heilung der Erkrankung. Die Symptome zu bekämpfen reicht jedoch in vielen Fällen bereits aus, ein chronisches allergisches Asthma zu entwickeln, welches bei einer unbehandelter Allergie häufig auftritt. Allerdings ist von einer durchgehenden und länger dauernden Anwendung abzuraten.

Eines der Präparate, welche bei der Katze anzuwenden ist, ist Allerpet / C, dies ist eine Flüssiglotion, die für Katzen absolut unschädlich ist, aber das Fell reinigt und angeblich die gebildeten Allergene bindet.
Der allergische Mensch selbst kann sich mit frei erhältlichen Nasensprays und Augentropfen mit Crhomoglynsäure behelfen, welche auf homöopathischer Basis hergestellt sind und auch für Pollenallergiker geeignet sind.
Sie bekämpfen die schlimmsten Symptome, welche die Schleimhäute betrifft. Antihistaminpräparate wie Loratadin oder Cetrizim sind ebenfalls frei erhältlich, verschaffen jedoch nur eine kurze Erleichterung. Verwundungen durch Katzenkrallen können erfolgreich mit Rescue Salbe behandelt werden, diese fördert eine rasche Wundheilung.

Antihistaminika, sind Wirkstoffe, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben.

Therapien
Alternative Heilmethoden

Da immer mehr Menschen unter Katzenallergie leiden, haben sich schlaue Köpfe einiges einfallen lassen, was gegen diese Art der Allergie helfen soll. Ob alle gelisteten Behandlungsmöglichkeiten helfen, sei dahingestellt, denn es kommt auch immer darauf an, ob und wie der Einzelne darauf anspricht. Alternative Heilmethoden sind derzeit ganz groß in Mode, auch wenn die Erfolge sehr umstritten sind.

Bachblütentherapie

Homöopathische (alternative) Therapieformen gibt es wie Sand am Meer. Die Bachblütentherapie ist eine davon. Sie wirkt auf das Schwingungsfeld eines Organismus und wirkt ausgleichend und harmonisierend. Erfolge sind nicht wissenschaftlich belegt, eine Wirkung könnte sich hier bei besonders feinsinnigen Menschen einstellen.

Eigenbluttherapie

Eine Eigenblutbehandlung ist ein Verfahren, welches sich aus der Naturheilkunde ableitet und als Umstimmungstherapie oder Reiz-Reaktionstherapie bezeichnet wird. Hierbei wird das eigene Blut in den Muskel injiziert oder nach besonderer Bearbeitung oral verabreicht, um das Abwehrsystem des vegetativen Nervensystems auf Hochtouren zu bringen. Die dabei herbeigeführte hohe Abwehrreaktion soll den gesamten Organismus „überschwemmen“ und somit eine Linderung oder sogar Heilung einer chronischen oder allergischen Erkrankung führen. Es können während der Behandlung, besonders anfangs, schwere Reaktionen auftreten, da der Körper mit der Informationsflut noch nicht umzugehen gelernt hat. Angeblich sollte nach dieser Erstverschlimmerung, welche eine chronische in eine akute Krankheit verwandelt, eine deutliche Verbesserung eintreten. Auch hier sind die Erfolge zweifelhaft, doch wider der Auslegungen der Schulmedizin reagieren einige Menschen positiv auf die Eigenbluttherapie und sind begeistert davon, allerdings nur bei einer regelmäßigen und ununterbrochenen Anwendung.

Bioresonanztherapie (Allergielöschung)

Das Prinzip dieser Therapie beruht auf der Löschung von im Körper gespeicherten Informationen. Elektromagnetische Schwingungen sollen „krankhafte“ Schwingungen ausmerzen und so eine Linderung besonders bei Allergien herbeiführen. Auch hier gibt es viele Fälle von Patienten, welche positiv auf die Bioresonanztherapie ansprechen, obwohl auch mit den modernsten Messverfahren elektromagnetische und das Krankenbild aufzeigende Schwingungen im Körper des Menschen nicht nachweisbar sind. Folgen wir der Annahme, dass dieses Verfahren bei einigen Menschen wirkt, so muss man aus wissenschaftlicher Sicht annehmen, dass diese Therapie ununterbrochen eingesetzt werden muss, um die Schwingungen zu erhalten. Eine Absetzung dieser Therapie würde bedeuten, den „Normalzustand“ des Körpers wiederherzustellen. Dieses Verfahren ist mehr als fragwürdig, doch auch hier existieren – wie so oft – sehr positive Meinungen, welche von einzelnen großen Erfolgen künden. Als „Allergielöscher“ sollte diese Therapie jedoch auf keinen Fall gesehen werden, da dies durch Schwingungen, wissenschaftlich gesehen, unmöglich ist.

Akupunktur – Laserakupunktur

Auch bei der traditionellen Akupunktur oder Laserakupunktur konnten teilweise gute bis sehr gute Resultate erzielt werden, doch auch hier ist eine wissenschaftlich nachweisbare Heilung nicht bewiesen.

Schulmedizinische Heilmethoden
Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung ist ein langwieriger Prozess, welcher jedoch in vielen Fällen zum Erfolg führt. Allerdings ist sie auch nicht ganz ungefährlich. Die Spezifische Immuntherapie (SIT) wirkt wie eine Impfung. Allergiker bekommen das Allergen verabreicht, jedoch nur in einer sehr geringen Menge. Diese kleine Dosis verursacht keinen Allergieausbruch, kann aber das körpereigene Abwehrsystem auf die verabreichten Allergene trainieren. Der Körper lernt somit, mit den Allergieauslösern zu leben. Die SIT ist bei den meisten bekannten Allergieformen anwendbar, so auch Katzenallergie.

Die Behandlung ist erst nach drei bis fünf Jahren beendet. Ist jedoch eine Verbesserung der Allergie nicht bereits nach zwei Jahren sichtbar, so könnte sich der behandelnde Arzt dazu entscheiden, die Therapie frühzeitig abzubrechen. Die Hyposensibilisierung hat die höchste Heilungsrate, ein Behandlungserfolg kann jedoch von keinem Arzt garantiert werden.
Die Gefahr, die diese Behandlungsmethode mit sich bringt, liegt darin, dass sich der Patient in dieser Zeit komplett vom entsprechenden Allergen fern hält. Besonders bei Katzenhaaren ist dies sehr schwer bis unmöglich. Reagiert der Körper während der Behandlung, kann es zu einer Überreaktion kommen, welche in den schlimmsten Fällen auch zum Tod führen kann.

Desensibilisierung

Wer ständig in Kontakt mit Katzen ist, kann auch auf natürlichem Wege eine Desensibilisierung herbeiführen. Jedoch ist hier die Gefahr groß, ein allergisches Asthma zu entwickeln, welches sehr schwer behandelbar ist.

Ein letztes Wort

Auch wenn viele alternative Heilmethoden fraglich erscheinen, stellt sich die Frage, wie eine perfekt abgestimmte Kombination mehrerer Therapien wirken mag. Immerhin gibt es bei jeder einzelnen Behandlungsmethode positive Resonanzen, eine Kombination mag hier wohl eine gute Lösung sein, um die bestmöglichen Resultate zu erzielen.

Aber Achtung. Die eigene Gesundheit sollte immer im Vordergrund stehen, denn es hilft weder dem Tier noch dem Besitzer, wenn sich aus falsch verstandener Katzenliebe aus einer unbehandelten Allergie ein allergisches Asthma entwickelt. Bis weit vor diesem Punkt können jedoch viele Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die "Allergenschleuder" doch weiter in der Familie behalten zu können.

Gruß
Christiane

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